GB Heimkino PageDie DLP-Projektoren
Im Jahr 1997 kam eine neue Gerätegattung auf den Heimkinomarkt, die DLP-Projektoren. Bei
diesen Geräten werden
Mikrospiegelchips eingesetzt. Die Fachbezeichnung für dies Chips lautet Digital
Mirror Devices, kurz DMD.
Der DMD-Chip hat die Größe eines Fingernagels und weist auf dieser Fläche
508.800 bewegliche Spiegel auf. Jeder der Spiegel wirft das
Licht je nach Ansteuerung entweder auf die Leinwand oder auf eine im Gerät befindliche
Schwarzfläche, wo es in
Wärme umgewandelt wird. Weil bei einem derart auf gebauten System, nur zwei
Zustände vorhanden sind ( Licht an oder aus), erreicht man die
Graustufen, über eine Zeitsteuerung. Wenn der Punkt auf der Leinwand dunkelgrau sein soll,
wirft der zugehörige Spiegel, nur einen ganz kurzen Lichtimpuls auf diese. In folge
wird bei einem gewünschten schwarzen Punkt, der Spiegel
nicht in den Strahlengang geschwenkt. Die Spiegel können bis zu 1.000 mal in der
Sekunde gekippt werden.
Die Ein-Chip-Projektoren
Dies sind die am günstigsten zu erwerbenden DLP-Geräte, da sie mit einem DMD-
Chip auskommen. Bei diesem
Gerätetype, wird das von der Lampe ausgehende Licht zunächst gebündelt und
dann durch ein Farbrad geführt.
Das Farbrad dreht sich mit der Netzfrequenz, dass heißt also mit, 50 oder 60
Umdrehungen pro Minute. Das Farbrad
weist je eine rote, grüne und blaue Filterfolie auf. Hinter dem Farbrad befindet sich
der DMD-Chip. Dieser wird von
der DLP-Elektronik, mit dem in seine drei Farbanteile aufgesplitteten Videosignal
versorgt. Es wird immer der Farbanteil in den DMD-Chip eingespeist,
der mit der Farbe des gerade im Strahlengang befindlichen Filters identisch
ist.Die Vorteile dieser Projektoren sind:
Die Zwei-Chip-ProjektorenDiese Geräte machen sich eine schlechte Angewohnheit der eingesetzten Metall- Halid-Lampen zunutze. Sie haben einen zu geringen Rotanteil. Auch beim Zwei-Chip-System, wird das Licht der Lampe zunächst gebündelt, um dann durch ein Farbrad geführt zu werden. Der entscheidende Unterschied zum Ein-Chip-System liegt in der Anzahl der Farbfilterfolien. Hier weist das Farbrad nur zwei Filter auf und zwar einer gelben und einen magentafarbenen. Der gelbe Filter hat die Eigenschaft rotes und grünes Licht durchzulassen, während der magentafarbene Filter rotes und blaues Licht passieren lässt. Nun wird durch ein nachfolgendes Prisma, der Rotanteil ausgefiltert und auf ersten DMD-Chip geworfen. Da aber Rot von beiden Filtern durchgelassen wird, gibt es jetzt einen permanenten Rotanteil. Grün und blau, können jeweils nur einen, der beiden Filter passieren und liegen somit im Wechsel an. Die grünen und blauen Lichtimpulse werden jetzt durch das Prisma auf den zweiten Spiegelchip geworfen. Dieser DMD-Chip wird von der DLP-Elektronik so angesteuert, dass immer der Farbanteil des Videosignals anliegt, der auch gerade das Farbrad passiert. Jetzt müssen nur noch die beiden Bildsignale, durch das Prisma zusammengeführt und anschließend mittels eines Objektives auf die Bildwand projiziert werden. Wenn wir uns jetzt daran erinnern, dass die eingesetzten Lampen einen zu geringen Rotanteil haben, liegt der Vorteil dieses Systems sofort auf der Hand, nämlich der, dass die Rotimpulse doppelt so lang sind wie die Grünen und die Blauen, wodurch letztendlich der Lampenfehler korrigiert wird.Die Vorteile dieser Projektoren sind:
Die Drei-Chip-ProjektorenJetzt kommen wir zu den Geräten, die man als die Krönung der DLP-Technik bezeichnen kann, den Drei-Chip-Projektoren. Bei diesen wird das von der Lampe kommende Licht, durch ein Prisma, in seine drei Grundfarben, rot, grün und blau aufgeteilt. Für jede der Grundfarben gibt es hier einen DMD-Chip. Die drei Bilder werden durch das Prisma, wieder zu einem vereint und dann vom Objektiv auf die Leinwand projiziert. Da bei dieser Technik, keine Filter benötigt werden, wird hier die volle Lampenleistung genutzt. So schön das auch alles klingt, so hat die Sache doch einen Haken, die Geräte sind sehr teuer.Die Vorteile dieser Projektoren sind:
In der Animation auf dieser Seite, können Sie den Unterschiedlichen Aufbau, der verschiedenen Gerätevarianten sehen.
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